Zahnheilkunde

 

Wir führen in unserer Praxis Zahnsteinentfernungen und Zahnsanierungen durch.

 

Auch beraten wir Sie gerne, welche weiteren Möglichkeiten es gibt, um die Zähne Ihres Tieres zu reinigen und zu pflegen.

 

Beginnen Sie möglichst frühzeitig mit der Zahnpflege Ihres Tieres! So können Sie schwerwiegende Erkrankungen des Mund- und Rachenraumes vermeiden und die Zähne Ihres Lieblings bleiben lange erhalten und gesund!

 

Zahnformel Hund:



1. Zahnstein entfernen

Wie entsteht Zahnstein?
Zahnstein ist die am häufigsten auftretende Erkrankung der Maulhöhle bei Hund und Katze. Fast 100% der Hunde und Katzen über 3 Jahre haben Zahnstein. Die Vorstufe von Zahnstein ist eine dünne gelartige, mit Bakterien besiedelte Schmierschicht, die den Zahn bedeckt und „Plaque“ genannt wird. Wenn erst einmal Plaque gebildet ist, setzt sich diese Masse zwischen Zahnfleisch und Zahn fest und vermindert die Selbstreinigungskraft des Gebisses. Hierdurch entsteht eine Entzündung am Zahnfleisch (Gingivitis). Sie ist erkennbar an der deutlichen Rötung und Schwellung des Zahnfleisches und ist bereits in diesem Zustand schmerzhaft, auch wenn Ihr Tier weiterhin frisst. In diesem Stadium kann die Erkrankung des Zahnfleisches durch eine zahnmedizinische Behandlung ohne größere Probleme zurückgedrängt werden. Damit vermeiden Sie weiteres Leid für Ihr Tier und sparen außerdem größere Behandlungskosten.

Was sind die Folgen?
Wird der Zahnstein nicht entfernt, wandern die Bakterien weiter und es entsteht eine Parodontitis. Diese kann durch metastatische Streuung von Keimen über die Blutbahn zu Entzündungen einiger innerer Organe führen: 


Was kann man gegen vorhandenen Zahnstein tun?
Vereinbaren Sie in unserer Praxis einen Termin zur Zahnsanierung. Wir entfernen den vorhandenen Zahnstein mit einem Ultraschallgerät. Nach der Entfernung des Zahnsteins schließt sich eine Politur an, um die Zahnoberfläche maximal zu glätten. Spätestens ab jetzt ist die tägliche Zahnpflege notwendig.


 
 


2. Zähneputzen bei Hund und Katz'  -  so geht´s!

Damit die Beißerchen Ihres Tieres gesund bleiben, müssen Sie es bei der Zahnpflege unterstützen. Weiße Zähne sind nicht nur ein Schönheitsideal. Zahnstein, Zahnfleischentzündungen und etwaige Folgeerkrankungen bedeuten Schmerzen und evtl. für Ihren Vierbeiner einen teils anstrengenden Behandlungsmarathon.

Doch wie klappt das mit der Zahnpflege am Besten?

Mittlerweile gibt es diverse Mittelchen am Markt: von Denta-Sticks, Futtermittel bis hin zu Mundspülungen. Die beste Methode bleibt aber das Zähneputzen, wie auch bei uns Menschen!

Zähneputzen bei Ihrem Tier: Schritt für Schritt

Sie sollten unbedingt schon im Welpenalter damit beginnen, Ihr Tier spielerisch an die Zahnpflege zu gewöhnen. Handelt es sich um ein ausgewachsenes oder älteres Tier, ist es natürlich auch noch möglich, ihm die Prozedur beizubringen. Sie brauchen hierbei jedoch häufig mehr Geduld und Belohnungen.

Grundsätzlich sollte Ihr Tier lernen, dass die Zahnpflege nichts Schlimmes ist. Nehmen Sie sich deshalb Zeit und verteilen das „Training“ über mehrere Wochen. Gehen Sie jeden Schritt langsam an und sparen Sie nicht mit Lob oder Belohnungen. Je ausgelassener die Stimmung ist und umso lockerer Sie sind, desto lockerer wird auch Ihr Vierbeiner.

Schritt 1: An die Zahnkontrolle gewöhnen
Zu Beginn geht man mit dem Finger unter die Lefze und reibt zunächst nur an den Backenzähnen 1 - 3 mal hin und her. Diese Übung können Sie mehrmals am Tag durchführen. Aber Vorsicht: bitte nicht übertreiben, denn dann verliert das Tier die Lust am Zähne putzen. Ist diese Übung kein „Problem“ mehr, geht man über zu den vorderen Zähnen. Auch hier fängt man vorsichtig an und kann dies über mehrere Tage und Wochen hinweg üben. Nach den Übungen dürfen Sie gerne eine Belohnung geben. Das ermutigt Ihren Vierbeiner weiter zu machen.

Schritt 2: An die Zahnpasta gewöhnen
Nachdem sich Ihr Hund oder Ihre Katze problemlos ins Mäulchen schauen lässt, können Sie Ihr Tier an die Zahnpasta gewöhnen. Geben Sie dafür zunächst ein bisschen Zahnpasta auf einen Finger und lassen Sie es abschlabbern, damit das Tier den Geschmack kennenlernt. Dies wiederholen Sie einige Tage. Geben Sie als nächstes wieder Zahnpasta auf den Finger (bitte Hände gut waschen). Nun können Sie die Zahnpasta sanft mit den Fingern auf die Zähne reiben. Bestenfalls gewöhnen Sie Ihren Vierbeiner gleich an die Bewegung der Zahnbürste. Also von rot (Zahnwurzel) nach weiß (Zahnspitze) streichen. Auch diesen Schritt sollten Sie öfter wiederholen, damit sich Ihr Tier daran gewöhnt. Bei der Gewöhnung an die Zahnpasta natürlich ebenfalls immer an Leckerlis und Lob denken.

Schritt 3: Zahnbürste mit einbringen
Sind Zahnpasta und Zahnkontrolle kein Problem mehr, muss sich Ihr Tier nur noch an das Hilfsmittel gewöhnen. Nehmen Sie dafür die befeuchtete Zahnbürste zur Hand und geben Sie ein wenig Zahnpasta darauf. Lassen Sie Ihr Tier daran schnüffeln und gegebenenfalls ein bisschen Zahnpasta ablecken. Beginnen Sie die bereits geübte Bewegung (von Zahnende bis Zahnspitze) mit der Zahnbürste. Üben Sie dabei nicht zu viel Druck aus und putzen Sie beim ersten Mal nur die hinteren Backenzähne. Hinterher gibt es wieder Lob und Leckerli für Ihre Fellnase.

Schritt 4: Zähneputzen zur Alltagssache machen
In den nächsten Wochen können Sie allmählich anfangen, täglich die Zähne zu putzen. Hat Ihr Tier beispielsweise Probleme mit der Zahnbürste, greifen Sie einfach zu einem sogenannten Fingerling. Diese sind beim Tierarzt oder im Drogeriemarkt (Babyabteilung) erhältlich.

Im Anschluss noch eine kleine praktische Anleitung im Videoformat!